Zugegeben. Lauter Zugaben. Ein Allerbestof.
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Dies ist ein „Allerbestof“ der besonderen Art. Wendelin Haverkamp reiht nämlich nicht einfach Highlights eines bewegten kabarettistischen Schaffens aneinander, sondern verarbeitet sie in einer gewitzten autobiographischen Rückschau.
Da sind die amüsanten und unterhaltsamen Lieblingsstücke eines begeisterten Publikums, die es immer wieder hören möchte; Evergreens, die scheinbar zeitlos Lachstürme auslösen und die ein Künstler nie aufhören möchte zu spielen. Aber da sind auch die Lieblingsstücke des Kabarett-Philosophen Haverkamp, mit denen er sich immer wieder aufs Neue auseinandersetzt, die sich weiter entwickeln und ihm deshalb besonders wichtig sind. Und so entsteht aus dem Repertoire der letzten 25 Jahre ein satirisches Geständnis, und das beginnt, natürlich, mit: „Zugegeben“.
Spielerisch und leicht trägt der literarische Kabarettist seine sprachlich brillanten Texte vor, um dann plötzlich ganz persönlich zu werden – mitreißende, auf den Punkt geschriebene Satire mit poetischen Obertönen. Nie theatralisch, stets selbstironisch; ein bissiger, aber nie zynischer Beobachter der Zeit. Abgerundet wird das Programm durch Lieder, in denen sich schwarze Phantasie und heitere Wortspielerei unernst und gedankenschwer in feiner Musikalität verbinden; (Generalmusikdirektor: Freddy Matulla).
Natürlich dürfen bei einem solchen Programm Geschichten von Edukator Anton Hinlegen, Haverkamps beliebter Paradefigur, und dem Karl-Heinz-Plum-Guminasium nicht fehlen. Und es gibt, wie könnte es bei Haverkamp anders sein, auch Neues aus der kabarettistischen Werkstatt, das einfach keine Zeit hatte, bis zum nächsten Programm zu warten: Warum zum Beispiel Frauen heißer anfassen können, wird endlich untersucht, und vor allem wen oder was. Und die Frage, ob unser Land noch zu retten ist, wird leider sehr deutlich beantwortet: „Wer Blödheit sät, wird Idioten ernten“.
